Gilden der Schattenjäger

Schwarze Schmiede

Die Jäger der schwarzen Schmiede sind erfahrene Waffenschmiede und stellen die berühmten Jäger Trickwaffen her, welche sich vor allem im Kampf gegen besonders starke und hinterlistige Monster bewehren. Die meisten Jäger nutzen diese Waffen, doch nur die Schmiede kennen die Geheimnisse der Herstellung und hüten sie mit ihrem Leben. Nur mit seinem Schüler teilt jeder Meister seine Kenntnisse, welche dann von Generation zu Generation verfeinert werden.

„Für jede Beute muss man die passende Waffe haben. Für einen Hirsch nimmst du die Muskete, für Enten die Donnerbüchse und für Vampire den Flagellanten.“  -Aroon Abendt bei der Vorbereitung auf die Jagd

Jedes Mitglied der schwarzen Schmiede erhält einen Bonus von +2 auf Reparieren (Schmieden) und einen Nahkampfwaffenbasierten Gizmo oder einer Jägertrickwaffe.

Pulverkessel

Wohingegen die Jäger der schwarzen Schmieder sich eher auf Nahkampfwaffen spezialisieren sind die Jäger vom Pulverkessel erfahrene Büchsenmacher, welche Fernkampfwaffen und Munitionstypen herstellen die im Kampf gegen Monster besonders nützlich sind. Auch die Pullverkesseljäger hüten ihre Geheimnisse und reichen sie an niemanden weiter, welcher nicht ihrem Orden angehört. Die höchste Kunst der Pulverkessel ist die Runengravur, bei der mithilfe von besonderen Metallen, Ingredienzien und uralter Runen, Arkane Geschosse hergestellt werden, welche besondere Eigenschafften besitzen.

„Hört zu Jungs. Zwei Möglichkeiten. Nummer eins. Ihr bringt mich zu eurem Boss, ich rede mit ihm ein paar kurze Worte und verschwinde wieder. Nummer zwei. Ich ziehe meine Pistole, schieße euch dreien in den Kopf und geh dann zu eurem Boss. Jedoch würde ich mir die Kugel gern für was bedeutenderes aufsparen.“ -Viktor Ask beim Verhandeln mit ein paar Mitgliedern der old Bottle Gang

Jedes Mitglied der Pulverkessel erhält einen Bonus von +2 auf Reparieren (Büchsenmacherei und Munition) und startet mit Schießen W6.

Besondere Fertigkeit: Runengravur (S. Pistolenmagier)

Verschlinger

Die Verschlinger sind eine Gilde, welche bei den anderen Gilden äußerst Verrufen ist, da sie sich einer sehr unorthodoxen Methode bemächtigen um sich einen Vorteil gegenüber ihren dunklen Widersachern zu beschaffen. Die Verschlinger gehen in einer feierlichen Zeremonie die Symbiose mit einem Parasiten ein, welcher in den Körper des Jägers eingesetzt wird. Dieser Parasit trägt den Namen Fresser und ist eine Handgroße Lebensform, mit sechs Beinen und einem langen Schwanz. Er gibt seinem Wirt die Fähigkeit durch verspeistes Monsterfleisch für einen bestimmten Zeitraum besondere Kräfte zu erhalten, welche jedoch nicht ohne Nebenwirkungen kommen. Der Parasit kann das Leben seines Wirtes ungemein verlängern, jedoch kommt es durch die Enge Symbiose zwischen Symbionten und Wirt dazu, dass der Tod einer der beiden Parteien automatisch zum Tod der anderen führt. In einigen Fällen kommt es auch zu einem Phänomen, was Gelehrte als Schattenflüstern bezeichnen.  Dabei scheint sich das Bewusstsein des Symbionten mit dem Bewusstsein des Wirtes zu überlappen, worauf hin er Stimmen in seinem Kopf hören kann, welche zu ihm sprechen. Einige Jäger zerbrechen daran und leiden unter schweren Wahnvorstellungen bis hin zu Schizophrenie.

„Komm mein Sohn, setze dich an unsere Tafel und labe dich an dem Festmahl.“ -Gildenvorstand Cyrus Darson zu einem neuen Bruder der Gilde .

Jedes Mitglied erhält das Talent Festmahl, welches ihm erlaubt durch den Verzehr von Monstern Zeitweise gewisse Boni zu erhalten.

Kinder des Mondes

Von allen Gilden der Jäger sind die Kinder des Mondes eine der mysteriösesten. Sie sind Meister der Arkanen Künste. Jedoch sind ihre Kräfte nicht wie bei Hexen oder anderen Schwarzmagiern verdorben und chaotisch, sondern eine reine, fast schon kosmische Art der Magie. In ihren Gildenfestungen beschäftigen sie sich hauptsächlich mit dem Studium dieser Kräfte und ihrem Ursprung, welche anscheinend vom Mond Lunas kommen soll. Einigen hohen Mitgliedern ist es sogar möglich mit einem mächtigen Wesen zu kommunizieren, welches sich auf diesem zu befinden scheint. Dies Wissen wird jedoch nur den hochrangigsten Mitgliedern zuteil und diese sorgen gut dafür, dass keines dieser Geheimnisse nach außen dringt. Um ihre Magie zu verstärken und zu kanalisieren, tätowieren und ritzen sich die Anhänger besondere Symbole und Runen in die Haut, welche ihre Verbundenheit zum Mond verstärkt.

„Des Nachts, wenn ich schlafe, dann habe ich diese Träume. Träume von diesem Wesen. Es spricht zu mir in einer mir fremden Sprachen und dennoch verstehe ich jedes Wort.“ -Weiser Talas im Gespräch mit Scholar Frindol.

Jedes Mitglied startet mit zaubern W6, vier Zaubersprüchen und den Arkanen Hintergrund Kind des Mondes.

Adeptus Bestiari

Die Jäger des Adeptus Bestari sehen in den Monstern nicht nur gewissenlose mörderische Killer. Sie studieren diese und versuchen einen Nutzen aus ihnen zu ziehen, indem sie Ingredienzien dieser verarbeiten und zu mächtigen Tinkturen verarbeiten. Viele Mitglieder dieser Gilde sind Ärzte, Chirurgen, Alchemisten und Heilkundler. Jedoch sind sie bei ihren Forschungen auf eine Interessante Technik gestoßen, die es ihnen ermöglicht in Verbindung einer Substanz Monstergewebe zu entfernen und in Jäger zu transferieren. Wodurch ein Jäger zu einer Tötungsmaschine werden kann, mit unmenschlichen Kräften. Viele Orden stehen dieser Methode jedoch sehr kritisch gegenüber. Dennoch sind die Adepten sich einig, dass man um eine Bestie effektiv zu erlegen, selbst zu einem Teil Bestie werden muss.

„Bringt den Leichnamen auf den Karren. Sicherlich kann ich noch einiges aus ihm rausholen, was uns nützlich sein kann.“-Dr. Kreuzberg zu seinen Ordensbrüdern, nach der Erlegung eines Werwolfs.

Jedes Mitglied startet mit Heilen W6, Ripptech W6 und einem leichten Ripptech.

Tüftler

Die Tüftler sind eine Gildenvereinigung, welche immer wieder neue Gerätschaften bauen, die die Monsterjagd erleichtern soll. Dafür nutzen sie vor allem die neu entdeckte Aether-energie um ihre Konstruktionen mit Leben zu erfüllen. Viele der Erfindungen welche in den Werkstätten der Gilden entstehen, verbessern die Jagd ungemein, wie die Blitzlanze, der Rammbock-kampfanzug, und verschiedene Arten von Kampfmaschinen. Jedoch sind einige der Erfindungen so kostspielig und Energieverbrauchend, dass sie meist nicht mehr als einen Prototypen bauen können.

„Endlich funktioniert das Teil wieder! Und ich hab sogar noch ein paar Teile übrig.“ -Cornellius Funkis beim Reparieren eines Gargoyls.

Jedes Mitglied startet mit einem Gizmo, reparieren +2 und verrückter Wissenschaft W6

Tunnelratten

Wohingegen ein Großteil der anderen Orden sehr viel wert auf Etikette legt, besteht der Orden der Tunnelratten hauptsächlich aus ehemaligen Kriminellen, Dieben und Betrügern, welche sich dem Kampf gegen das Böse verschrieben haben. Sie gehen jedoch meist subtiler vor, als ihre Brüder der anderen Gilden. So sind sie Meister der Täuschung, Unterwanderung und Sabotage und arbeiten meist im Verborgenen. Viele Gildenhäuser befinden sich aus diesen Gründen in Bordellen, Armenvierteln und sogar der Kanalisation.

„Informationen sammeln hat auch sein Gutes. Man kann sich den ein oder anderen Geldbeutel schnappen und an die Armen verteilen. Zum Beispiel an die Huren am Hafenviertel.“ Slight bei einer Observierung.

Jedes Mitglied der Tunnelratten erhält Heimlichkeit +2 und Umhören +2.

Ashwood Haven

Früher, bevor die ewige Nacht einbrach, war der Hafen von Ashwood ein viel besuchter Ort. Ich erinnere mich noch an die Händler, welche sich an den Docks tummelten und ihre Waren feil boten. Kräftige Arbeiter be- und entluden mächtige Schiffe und alte Kapitäne erzählten von Legenden und Abenteuern. Doch nun…nun ist der Hafen nur noch ein Schatten seiner früheren Gestalt, denn mit der Dunkelheit kam der Nebel und tauchte den Ort in sein geisterhaftes Gewand, welches bis heute besteht. Eine dicke Schicht von Algen ziert die Hausfassaden und lässt das Holz modrig und faulig werden, was sich in dem muffigen Beigeruch des Ortes widerspiegelt. Doch was am beunruhigendsten ist, ist nicht der Hafen selbst, sondern das Meer. Die Fischer berichten von seltsamen Artefakten, welche sie in ihren Netzen finden und ab und an werden Kreaturen angespült von deren Ausmaß und Erscheinungsbild ich hier nicht sprechen möchte. Mir ist nicht bewusst, welch gottlosen Ursprungs diese Kreaturen sind, dennoch bleibe ich in meinem glauben an den Erbauer beständig. War er es doch, welcher dafür sorgte, dass diese Kreaturen bis jetzt immer leblos von der Flut ans Festland getragen wurden. Doch traue ich mich nicht mehr aufs Meer , seid dem ich diese Wesen erblickt habe und ein Schauer läuft mir über den Rücken bei der Vorstellung, dass sich in den Weiten der See noch mehr von diesen Wesen umhertreiben. Jedenfalls vermute ich es, denn nur wenige Schiffe, welche auslaufen kommen auch wieder unbeschadet im Hafen an und von denen die es schaffen ist die Mannschaft meisten nur noch ein Haufen vom Wahnsinn gezeichneter Schatten ihrer selbst. Nein. Auf keinen Fall fahre ich wieder hinaus, auch wenn ich seit kurzem von diesen fieberhaften Träumen heim gesucht werde, welche mich aufs Meer ziehen, denn irgendetwas dort ruft nach mir, seid dem ich diesen seltsam geformten Stein von diesem Fischer gekauft habe. Verflucht sei er, doch ich werde den Rufen nicht folgen. Wenn es mich unbedingt will, dann soll es kommen und mich, samt dem Stein holen. Den freiwillig werde ich (Der Rest der Notiz ist abgerissen)

Akademie von Bremmenburg

Niemand weiß wirklich was dieser Ort ist und wo er sich befindet. Viele halten ihn einfach nur für ein Gerücht oder eine Art Sinnbild dafür, dass der Mensch sich von den Ketten der Kirche befreien und selbst Dinge des Kosmos hinterfragen und erforschen soll. Doch glaubt mir, ich habe sie gesehen in all ihrer majestätischen Schönheit und ihrem Glanz. Die klügsten Köpfe der Welt versammeln sich hier. Leben, essen und forschen gemeinsam und bringen jeden Tag neue Wunder der Wissenschaft hervor. Sie ist ein Ort des Wissens und des Lernens, fernab von dem Raum in dem sich die niederen Geister tummeln und ihrem geringen Tagwerk nachgehen. Nein, es hat seinen Grund, dass die Akademie sich dort befindet und nur den elitären Mitgliedern eintritt gewährt. Denn nur hier können sie sich ganz und gar der Wissenschaft hingeben. Weit weg von den richtenden Augen der Kirche und ihrem Erbauer. Weit weg vor den geistlosen Massen, deren Verstand die Komplexität der hier gemachten Entdeckungen nicht mal im Ansatz verstehen würde und weit weg von jeglicher Norm und Moral, welche nur in den Fortschritt der Arbeit behindern würde. Denn in Bremmenburg wird jeder Preis gezahlt, der notwendig ist, um die Forschungen voran zu treiben Nur an einigen Tagen öffnen sich die Tore auch für die, deren Geist simpel ist. Denn für manche Experimente reicht eine Ratte als Testobjekt nicht aus und es erfüllt mich mit stolz, dass ich eine dieser Personen sein darf.

„M1 Gargoyle“ „Tin Can“

Der M1 Gargoyle ist einer der ersten seiner Art und erhielt aufgrund seines länglichen dosenhaften Aussehens, den Spitznamen Tin Can. Als Bewaffnung dient eine Großkalibriege TK-42, welche mit dem rechten Arm verbunden ist und fatalen Schaden sowohl an Objekten als auch Lebewesen anrichtet. Am Ende des Laufes befindet sich ein an die Größe angepasstes Bajonett, welches dem „M1 Gargoyle“ ermöglicht auch im Nahkampf annehmlichen Schaden zu verursachen, jedoch kann die Bewaffnung je nach Gebrauch unterschiedlich sein. So kann man den „M1 Gargoyle“ auch mit einem Ketzerbrenner-Flammenwerfer oder einer Schocklanze bewaffnen. Der linke Arm ist unbewaffnet und dient zur Stabilisierung und Ausrichtung der Waffe. Außerdem ist es möglich mit diesem nach Objekten zu greifen oder sich an diesen festzuhalten. Der „M1 Gargoyle“ ist dabei so gebaut worden, dass er möglichst wendig und schnell im Gefecht agieren kann. Theoretisch ist es dank der krähenartigen Füße und der starken Beweglichkeit möglich, dass er Hindernisse und sogar Gebäude erklimmen kann, um somit aus erhöhter Position den Feind zu beschießen. Im Inneren befindet sich Platz für einen Piloten, welcher den Gargoyl steuert. Dazu gibt es an der Außenseite einen Steg, auf welchem noch weitere Personen transportiert werden können.  Der Tin Can benötigt um in Betrieb gesetzt zuwerden Diesel als Brennstoff und vor allem die neu entwickelten Aetherkristalle. Bis jetzt hat sich der M1 Gargoyle als zuverlässiges Allround-Gefährt bewährt, welcher in unterschiedlichsten Regionen sowohl vom Militär als auch von der Kirche des Erbauers genutzt wird.

Zusammenfassung der Aufzeichnungen von Doktor Reinhard Kaltenbrunner, Kirchenbiologe

Projekt "Hirte"

 26.07.1642

Da ich ein großer Anhänger der Studien und Forschungen des Kirchenbiologen Dr. Guntbert Kleiber  bin, erfüllte es mich mit großer Enttäuschung, als ich erfuhr, dass seine Forschungen am Projekt der „Kirchendiener“ eingestellt wurde und er aufgrund dieses „Missgeschicks“ mit einem der Testsubjekte exkommuniziert und hingerichtet wurde. Jedoch habe ich mir die Aufzeichnungen des Doktors angesehen und einige Ideen entwickelt, wie man einem weiteren Auftreten eines solchen Vorfalls entgegenwirken könnte und die „Kirchendiener“ somit zu einem nutzbaren Werkzeug der Kirche machen könnte. Als ich dies dem leitenden Doktor Johann Streit mitteilte, war dieser völlig fasziniert von meiner Arbeit und gab mir Kleibers Forschungseinrichtung und einen Vorschuss an Geldern für meine Studien. Er entgegnete mir, dass er vollstes Vertrauen in meine Studien lege und ich mit Wünschen und Belangen direkt zu ihm kommen solle.

                                                                                                                                                          13.12.1642

Die Arbeit an diesem Projekt ist härter als ich dacht.
Dr. Streit benötigt dringend Ergebnisse, da er in einem ständigen Konkurrenzkampf mit Dr. Siegmund Brenner steht, welcher aufgrund seiner Entwicklung des „M1 Gargoyles“ die volle Aufmerksamkeit des Kardinals und damit alle Förderungen der Kirche genießt. Aus diesem Grund verlangt er nach Fortschritten und zwingt mich bis an meine körperlichen Grenzen zu gehen. Ich weiß nicht wie lange ich dem noch standhalten kann. Aber ich weiß, dass ich bald etwas Vorzeigen muss, ansonsten teile ich womöglich bald das Schicksal von Kleiber.

                                                                                                                                                          09.03.1643

Ich habe es geschafft, ich habe endlich den Durchbruch erzielt, nach welchem ich schon so lange gestrebt habe. Meine Versuche den „Kirchendiener“ mit einem auf Opium basierendem Betäubungsgas ruhig zu stellen funktionierten zwar und auch ihn so zu verändern, dass er ohne dieses Opium-Sauerstoffgemisch nach kurzer Zeit zugrunde ging, waren von einem grandiosen Erfolg gekrönt. Jedoch war er immer noch Ziellos, unkontrolierbar und wild, wie ein räudiger Straßenköter, mehr Wolf als Hund. Dabei sollte er doch wie es in der „Litanei des Lichts“ beschrieben wird, der Hirtenhund sein, der die Schafe vor den Wölfen beschützt und als ich über diese Zeile nachdachte, kam mir die Erleuchtung. Natürlich brauchte ein Hirtenhund einen Hirten, der ihn an der Leine hält und ihm Befehle gibt. Ich benötigte ausgebildete Männer, welche die „Kirchendiener“ befehligen und leiten aber vor allem kontrollieren sollten. Diese Männer sollen den Titel „Hirte“ tragen und auch die „Kirchendiener“ sollen von nun an den Namen „Kirchenhunde“ erhalten. Sie sollen gemeinsam die Schafe vor den Fängen der Wölfe schützen und diese zur Strecke bringen, auf dass die Herde in Sicherheit leben kann. Ich werde in Zukunft einige Tests durchführen, um meinen neusten Erkenntnis zu prüfen, dennoch bin ich sicher, dass das Projekt „Hirte“ alles verändern wird.

 

Auszug aus den „Moon Mails“ vom 12.01.1640

Die Jagd ist eröffnet.

Am heutigen Tag hob der oberste Kardinal Neufeld das vor 3 Jahren in Kraft getretene Verbot von Monsterjägergilden auf und beendete damit die Verfolgung ihrer Mitglieder. „Wir müssen akzeptieren, dass die Menschen für ihr Wohl selbst kämpfen und sich diesen Wesen entgegenstellen wollen. Wir dachten, dass wir die Menschen von Ashwood beschützen müssen, doch wir vergasen, wie stark all die Männer und Frauen sind. Sowohl in ihrer Kraft, als auch in ihrem Glauben und so hoffe ich, dass wir uns in Zukunft gemeinsam gegen diese dunkle Bedrohung stellen können, als ein Ashwood. So sollen die Gilden und die Kirche Hand in Hand miteinander arbeiten und sich ergänzen. Möge der Erbauer uns auf diesem Weg in die Zukunft schützen.“ So sprach Kardinal Neufeld am gestrigen Tag zu allen Anwesenden im Kathedrale-Bezirk. Zu den Fragen, warum es überhaupt zu diesem Verbot kam und warum die ehemaligen Mitglieder der Gilden vor einigen Monaten noch als Ketzer betitelt und mit fanatischem Ehrgeiz gejagt wurden, wollte sich der Kardinal nicht äußern. „Es wurden Fehler gemacht, auf beiden Seiten, aber wir sind nur Menschen und nur der Erbauer ist frei von Fehlern. Nun lasst uns die Ereignisse von damals vergessen und in eine friedliche Zukunft blicken.“, entgegnete der Kardinal nur beschwichtigend. Somit bleiben immer noch ungelöste Fragen: Was passierte mit den gefangengenommenen Gildenmitgliedern? Was haben diese verbrochen? Wieso der plötzliche Sinneswandel? Fragen auf welche wohl niemals Antworten folgen werden.

Wenn es Nacht wird, in… Ashwood.

Sieben Jahre sind nun schon vergangen, seit die Bürger von Ashwood in einer schicksalhaften Nacht auf die Straßen gingen und alle Männer und Frauen, welche sie für Anderlinge und Hexen hielten verbrannten. Sieben Jahre, seit denen die Straßen hell erleuchtet waren von den unzähligen Feuern und sieben Jahre, seit denen die Schreie der Unschuldigen durch die Straßen hallten und genau vor Sieben Jahren befand sich unter all diesen Menschen, welche in dieser Nacht den Tod finden sollten,  auch eine Frau, welche alles verändern sollte. Lilith… die Gemahlin des Teufels. Als die Flammen ihren Körper umhüllten sprach sie einen Fluch aus, welcher die Tore der Hölle öffnete. Tausende Kreaturen kamen aus den tiefen der Verdammnis und fielen über die Menschenmassen her, metzelten sie nieder ohne Erbarmen zu zeigen. Als sie ihr Werk beendet hatten, war nur noch stille… und ein geisterhafter Nebel, welcher sich auf einen der Bezirke der Stadt legte. Die Menschen, beteten, sie beteten, dass die Nacht endlich ein Ende nehmen sollte. Doch die Nacht hielt an….

Seit Sieben Jahren steht der Mond unverändert am Himmel, die Kreaturen durchstreifen immer noch die Nacht, auf der Suche nach Beute für ihren unstillbaren Hunger. Und immer noch beten die Menschen, dass die Nacht vorbeigeht und der Tag anbricht….

Doch von Tag zu Tag verlieren die Menschen immer mehr die Hoffnung und die Gebete immer werden leiser.