Ashwood Haven

Früher, bevor die ewige Nacht einbrach, war der Hafen von Ashwood ein viel besuchter Ort. Ich erinnere mich noch an die Händler, welche sich an den Docks tummelten und ihre Waren feil boten. Kräftige Arbeiter be- und entluden mächtige Schiffe und alte Kapitäne erzählten von Legenden und Abenteuern. Doch nun…nun ist der Hafen nur noch ein Schatten seiner früheren Gestalt, denn mit der Dunkelheit kam der Nebel und tauchte den Ort in sein geisterhaftes Gewand, welches bis heute besteht. Eine dicke Schicht von Algen ziert die Hausfassaden und lässt das Holz modrig und faulig werden, was sich in dem muffigen Beigeruch des Ortes widerspiegelt. Doch was am beunruhigendsten ist, ist nicht der Hafen selbst, sondern das Meer. Die Fischer berichten von seltsamen Artefakten, welche sie in ihren Netzen finden und ab und an werden Kreaturen angespült von deren Ausmaß und Erscheinungsbild ich hier nicht sprechen möchte. Mir ist nicht bewusst, welch gottlosen Ursprungs diese Kreaturen sind, dennoch bleibe ich in meinem glauben an den Erbauer beständig. War er es doch, welcher dafür sorgte, dass diese Kreaturen bis jetzt immer leblos von der Flut ans Festland getragen wurden. Doch traue ich mich nicht mehr aufs Meer , seid dem ich diese Wesen erblickt habe und ein Schauer läuft mir über den Rücken bei der Vorstellung, dass sich in den Weiten der See noch mehr von diesen Wesen umhertreiben. Jedenfalls vermute ich es, denn nur wenige Schiffe, welche auslaufen kommen auch wieder unbeschadet im Hafen an und von denen die es schaffen ist die Mannschaft meisten nur noch ein Haufen vom Wahnsinn gezeichneter Schatten ihrer selbst. Nein. Auf keinen Fall fahre ich wieder hinaus, auch wenn ich seit kurzem von diesen fieberhaften Träumen heim gesucht werde, welche mich aufs Meer ziehen, denn irgendetwas dort ruft nach mir, seid dem ich diesen seltsam geformten Stein von diesem Fischer gekauft habe. Verflucht sei er, doch ich werde den Rufen nicht folgen. Wenn es mich unbedingt will, dann soll es kommen und mich, samt dem Stein holen. Den freiwillig werde ich (Der Rest der Notiz ist abgerissen)

Akademie von Bremmenburg

Niemand weiß wirklich was dieser Ort ist und wo er sich befindet. Viele halten ihn einfach nur für ein Gerücht oder eine Art Sinnbild dafür, dass der Mensch sich von den Ketten der Kirche befreien und selbst Dinge des Kosmos hinterfragen und erforschen soll. Doch glaubt mir, ich habe sie gesehen in all ihrer majestätischen Schönheit und ihrem Glanz. Die klügsten Köpfe der Welt versammeln sich hier. Leben, essen und forschen gemeinsam und bringen jeden Tag neue Wunder der Wissenschaft hervor. Sie ist ein Ort des Wissens und des Lernens, fernab von dem Raum in dem sich die niederen Geister tummeln und ihrem geringen Tagwerk nachgehen. Nein, es hat seinen Grund, dass die Akademie sich dort befindet und nur den elitären Mitgliedern eintritt gewährt. Denn nur hier können sie sich ganz und gar der Wissenschaft hingeben. Weit weg von den richtenden Augen der Kirche und ihrem Erbauer. Weit weg vor den geistlosen Massen, deren Verstand die Komplexität der hier gemachten Entdeckungen nicht mal im Ansatz verstehen würde und weit weg von jeglicher Norm und Moral, welche nur in den Fortschritt der Arbeit behindern würde. Denn in Bremmenburg wird jeder Preis gezahlt, der notwendig ist, um die Forschungen voran zu treiben Nur an einigen Tagen öffnen sich die Tore auch für die, deren Geist simpel ist. Denn für manche Experimente reicht eine Ratte als Testobjekt nicht aus und es erfüllt mich mit stolz, dass ich eine dieser Personen sein darf.

„M1 Gargoyle“ „Tin Can“

Der M1 Gargoyle ist einer der ersten seiner Art und erhielt aufgrund seines länglichen dosenhaften Aussehens, den Spitznamen Tin Can. Als Bewaffnung dient eine Großkalibriege TK-42, welche mit dem rechten Arm verbunden ist und fatalen Schaden sowohl an Objekten als auch Lebewesen anrichtet. Am Ende des Laufes befindet sich ein an die Größe angepasstes Bajonett, welches dem „M1 Gargoyle“ ermöglicht auch im Nahkampf annehmlichen Schaden zu verursachen, jedoch kann die Bewaffnung je nach Gebrauch unterschiedlich sein. So kann man den „M1 Gargoyle“ auch mit einem Ketzerbrenner-Flammenwerfer oder einer Schocklanze bewaffnen. Der linke Arm ist unbewaffnet und dient zur Stabilisierung und Ausrichtung der Waffe. Außerdem ist es möglich mit diesem nach Objekten zu greifen oder sich an diesen festzuhalten. Der „M1 Gargoyle“ ist dabei so gebaut worden, dass er möglichst wendig und schnell im Gefecht agieren kann. Theoretisch ist es dank der krähenartigen Füße und der starken Beweglichkeit möglich, dass er Hindernisse und sogar Gebäude erklimmen kann, um somit aus erhöhter Position den Feind zu beschießen. Im Inneren befindet sich Platz für einen Piloten, welcher den Gargoyl steuert. Dazu gibt es an der Außenseite einen Steg, auf welchem noch weitere Personen transportiert werden können.  Der Tin Can benötigt um in Betrieb gesetzt zuwerden Diesel als Brennstoff und vor allem die neu entwickelten Aetherkristalle. Bis jetzt hat sich der M1 Gargoyle als zuverlässiges Allround-Gefährt bewährt, welcher in unterschiedlichsten Regionen sowohl vom Militär als auch von der Kirche des Erbauers genutzt wird.

Zusammenfassung der Aufzeichnungen von Doktor Reinhard Kaltenbrunner, Kirchenbiologe

Projekt "Hirte"

 26.07.1642

Da ich ein großer Anhänger der Studien und Forschungen des Kirchenbiologen Dr. Guntbert Kleiber  bin, erfüllte es mich mit großer Enttäuschung, als ich erfuhr, dass seine Forschungen am Projekt der „Kirchendiener“ eingestellt wurde und er aufgrund dieses „Missgeschicks“ mit einem der Testsubjekte exkommuniziert und hingerichtet wurde. Jedoch habe ich mir die Aufzeichnungen des Doktors angesehen und einige Ideen entwickelt, wie man einem weiteren Auftreten eines solchen Vorfalls entgegenwirken könnte und die „Kirchendiener“ somit zu einem nutzbaren Werkzeug der Kirche machen könnte. Als ich dies dem leitenden Doktor Johann Streit mitteilte, war dieser völlig fasziniert von meiner Arbeit und gab mir Kleibers Forschungseinrichtung und einen Vorschuss an Geldern für meine Studien. Er entgegnete mir, dass er vollstes Vertrauen in meine Studien lege und ich mit Wünschen und Belangen direkt zu ihm kommen solle.

                                                                                                                                                          13.12.1642

Die Arbeit an diesem Projekt ist härter als ich dacht.
Dr. Streit benötigt dringend Ergebnisse, da er in einem ständigen Konkurrenzkampf mit Dr. Siegmund Brenner steht, welcher aufgrund seiner Entwicklung des „M1 Gargoyles“ die volle Aufmerksamkeit des Kardinals und damit alle Förderungen der Kirche genießt. Aus diesem Grund verlangt er nach Fortschritten und zwingt mich bis an meine körperlichen Grenzen zu gehen. Ich weiß nicht wie lange ich dem noch standhalten kann. Aber ich weiß, dass ich bald etwas Vorzeigen muss, ansonsten teile ich womöglich bald das Schicksal von Kleiber.

                                                                                                                                                          09.03.1643

Ich habe es geschafft, ich habe endlich den Durchbruch erzielt, nach welchem ich schon so lange gestrebt habe. Meine Versuche den „Kirchendiener“ mit einem auf Opium basierendem Betäubungsgas ruhig zu stellen funktionierten zwar und auch ihn so zu verändern, dass er ohne dieses Opium-Sauerstoffgemisch nach kurzer Zeit zugrunde ging, waren von einem grandiosen Erfolg gekrönt. Jedoch war er immer noch Ziellos, unkontrolierbar und wild, wie ein räudiger Straßenköter, mehr Wolf als Hund. Dabei sollte er doch wie es in der „Litanei des Lichts“ beschrieben wird, der Hirtenhund sein, der die Schafe vor den Wölfen beschützt und als ich über diese Zeile nachdachte, kam mir die Erleuchtung. Natürlich brauchte ein Hirtenhund einen Hirten, der ihn an der Leine hält und ihm Befehle gibt. Ich benötigte ausgebildete Männer, welche die „Kirchendiener“ befehligen und leiten aber vor allem kontrollieren sollten. Diese Männer sollen den Titel „Hirte“ tragen und auch die „Kirchendiener“ sollen von nun an den Namen „Kirchenhunde“ erhalten. Sie sollen gemeinsam die Schafe vor den Fängen der Wölfe schützen und diese zur Strecke bringen, auf dass die Herde in Sicherheit leben kann. Ich werde in Zukunft einige Tests durchführen, um meinen neusten Erkenntnis zu prüfen, dennoch bin ich sicher, dass das Projekt „Hirte“ alles verändern wird.

 

Auszug aus den „Moon Mails“ vom 12.01.1640

Die Jagd ist eröffnet.

Am heutigen Tag hob der oberste Kardinal Neufeld das vor 3 Jahren in Kraft getretene Verbot von Monsterjägergilden auf und beendete damit die Verfolgung ihrer Mitglieder. „Wir müssen akzeptieren, dass die Menschen für ihr Wohl selbst kämpfen und sich diesen Wesen entgegenstellen wollen. Wir dachten, dass wir die Menschen von Ashwood beschützen müssen, doch wir vergasen, wie stark all die Männer und Frauen sind. Sowohl in ihrer Kraft, als auch in ihrem Glauben und so hoffe ich, dass wir uns in Zukunft gemeinsam gegen diese dunkle Bedrohung stellen können, als ein Ashwood. So sollen die Gilden und die Kirche Hand in Hand miteinander arbeiten und sich ergänzen. Möge der Erbauer uns auf diesem Weg in die Zukunft schützen.“ So sprach Kardinal Neufeld am gestrigen Tag zu allen Anwesenden im Kathedrale-Bezirk. Zu den Fragen, warum es überhaupt zu diesem Verbot kam und warum die ehemaligen Mitglieder der Gilden vor einigen Monaten noch als Ketzer betitelt und mit fanatischem Ehrgeiz gejagt wurden, wollte sich der Kardinal nicht äußern. „Es wurden Fehler gemacht, auf beiden Seiten, aber wir sind nur Menschen und nur der Erbauer ist frei von Fehlern. Nun lasst uns die Ereignisse von damals vergessen und in eine friedliche Zukunft blicken.“, entgegnete der Kardinal nur beschwichtigend. Somit bleiben immer noch ungelöste Fragen: Was passierte mit den gefangengenommenen Gildenmitgliedern? Was haben diese verbrochen? Wieso der plötzliche Sinneswandel? Fragen auf welche wohl niemals Antworten folgen werden.

Wenn es Nacht wird, in… Ashwood.

Sieben Jahre sind nun schon vergangen, seit die Bürger von Ashwood in einer schicksalhaften Nacht auf die Straßen gingen und alle Männer und Frauen, welche sie für Anderlinge und Hexen hielten verbrannten. Sieben Jahre, seit denen die Straßen hell erleuchtet waren von den unzähligen Feuern und sieben Jahre, seit denen die Schreie der Unschuldigen durch die Straßen hallten und genau vor Sieben Jahren befand sich unter all diesen Menschen, welche in dieser Nacht den Tod finden sollten,  auch eine Frau, welche alles verändern sollte. Lilith… die Gemahlin des Teufels. Als die Flammen ihren Körper umhüllten sprach sie einen Fluch aus, welcher die Tore der Hölle öffnete. Tausende Kreaturen kamen aus den tiefen der Verdammnis und fielen über die Menschenmassen her, metzelten sie nieder ohne Erbarmen zu zeigen. Als sie ihr Werk beendet hatten, war nur noch stille… und ein geisterhafter Nebel, welcher sich auf einen der Bezirke der Stadt legte. Die Menschen, beteten, sie beteten, dass die Nacht endlich ein Ende nehmen sollte. Doch die Nacht hielt an….

Seit Sieben Jahren steht der Mond unverändert am Himmel, die Kreaturen durchstreifen immer noch die Nacht, auf der Suche nach Beute für ihren unstillbaren Hunger. Und immer noch beten die Menschen, dass die Nacht vorbeigeht und der Tag anbricht….

Doch von Tag zu Tag verlieren die Menschen immer mehr die Hoffnung und die Gebete immer werden leiser.